Post aus Brüssel, 01/2019

Mein Büro ist in Europa

Wie es so ist, in Brüssel zu arbeiten, werde ich oft gefragt. Also, das geht so: Mein Büro ist das „Wien-Haus“ in Brüssel. Wir sind die am weitesten entfernte Dienststelle der Stadt Wien, vom Rathaus aus betrachtet. Und wir sind natürlich die einzige im Ausland, ganz offiziell als „Verbindungsbüro der Stadt Wien zur EU“. Das zeigt sich in unserem Alltag. Wir sind mit einer Standleitung der MA 14/MA01 nach Wien verbunden, haben das WLAN des Magistrats und unsere Türglocke sieht genauso aus wie die in den „MA´s“.

Den Wein für Veranstaltungen kaufen wir natürlich beim Weingut der Stadt Wien, beim Cobenzl der MA 49 und verteilen auch gerne das Stadtmagazin „wien.at“ der MA 53, genauso wie die vielen spannenden Publikationen der Fachabteilungen der Stadt. Neulich erst erhielten wir den sehr schönen Band „Wien von oben“ der MA 18 – das sind wirklich tolle Bilder. Unsere Fahrradständer haben wir von der MA 28 bekommen und wir in unserem Garten steht sogar ein kleiner Hund mit dem Sackerl von der MA 48. Die Bilder, die bei uns im Haus hängen, sind Fotos aus dem Nachlass von Harry Weber, die wir mit der MA 7 ausgesucht haben, und zeigen viele Alltagsszenen aus der Donaumetropole. So viel Wien in Brüssel hilft natürlich bei unserem Hauptgeschäft, der „kommunalen Interessenvertretung in der EU“. Und es hilft natürlich auch gegen Heimweh.

*Manchmal schicke ich meinen Kolleginnen und Kollegen in Wien „Post aus Brüssel“. Diese kleine Kolumne ist zuerst im Mitgliedermagazin der Gewerkschaft der Gemeindebediensten, Ausgabe 01/2019, erschienen. Und nicht vergessen: von 14.-17. Mai sind auch Personalvertretungs- und Gewerkschaftswahlen bei der Stadt Wien! Meine Stimme hat die FSG, denn sie steht für eine Stadt, die die Menschen nicht im Stich lässt, und ein Europa der Menschen! Diese Menschlichkeit und Weltoffenheit will ich in Wien und in Europa!

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