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Post aus Brüssel*

Alles Gute zum Europatag!

Den Europatag gibt es seit 1986 als EU-Feiertag. Er erinnert daran, dass der französische Außenminister Robert Schuman am 9. Mai 1950 jene Rede hielt, mit der die Einigung Europas begann. Was mit sechs Mitgliedstaaten begann, ist heute ein weltweit und historisch einzigartiges Gebilde, das 511 Millionen Menschen Heimat ist. Die offiziellen Symbole der EU sind: eine Flagge mit 12 goldenen Sternen auf blauem Grund, eine Hymne, der letzte Satz der 9. Symphonie von Beethoven, ein Motto: „In Vielfalt geeint“. Und eben ein eigener Feiertag. In Brüssel ist am 9. Mai immer eine besondere Stimmung, die Stadt ist in goldblaue Farben getaucht, feierliche Reden werden gehalten. Wir machen, ganz Brüsselerisch, am 9. Mai ein kleines Fest mit Freundinnen und Freunden aus ganz Europa. Eigentlich sollte dies unser aller gemeinsamer Feiertag sein – ein Tag, an dem wir uns vorstellen, wie es wäre, wenn wir alle zusammen frei hätten. An dem wir darüber nachdenken, woher wir kommen und wohin wir gehen wollen, als Menschen, denen die EU genauso Heimat ist wie unser liebes Wien.

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Europe is built on cities.

Meine Rede beim Europakongress der Wiener SPÖ am 5. Mai 2018

Herzlichen Dank, als Vorsitzende der SPÖ Sektion Brüssel eingeladen worden zu sein, und ich überbringe die Grüße der Sektion an den neuen Vorsitzenden der Wiener SPÖ und die TeilnehmerInnen der Konferenz. Es ist eine große Freude, dass bereits ein Jahr vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ein Kongress der SPÖ Wien und der vielen Initiativen zum Europathema stattfindet.

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„Peace, bread and housing“

Diesen Beitrag widme ich meinem geliebten Vater Dr. Otto Kauer, der ein Kämpfer für die Menschen und den Frieden im Kleinen wie im Großen war und die Tradition des Roten Wien in der Wohnungspolitik stets mit viel Wissen und Humor hochhielt.

Wohnen ist ein elementares Bedürfnis der Menschen. Ohne leistbares Wohnen in lebenswerten Grätzln (für die deutschen FreundInnen: Quartiere) gibt es keine Arbeit, keine Ausbildung, keine Absicherung. Ohne qualitätsvolles Wohnen gibt es kein Wasser, keine Wärme, keine Geselligkeit mit der Familie und den NachbarInnen. In einer Wohnung planen Menschen ihr Leben, ihre Familie, ihr Altsein. Daher ist ein Qualitätsmerkmal beim Wohnen auch immer das unbefristete Mietverhältnis oder auch eine berechenbare Kreditfinanzierung,  die nicht von volatilen Märkten abhängt, sodass man oder frau dann in Wahrheit „MieterIn der Bank“ ist und das Wohneigentum reine Illusion. Weiterlesen


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Post aus Brüssel*

Herr Juncker im Schlafrock

Brüssel ist ja ganz anders. Die 19 Bezirke sind in Wahrheit Gemeinden mit eigenen Kompetenzen. Erst seit 1995 gibt es die „Region Brüssel Hauptstadt“, die Hauptstadt Belgiens ist aber nur eine der 19 Gemeinden – die Stadt Brüssel. Für die gelernte Wienerin ist der Alltag nicht immer einfach. Lange Jahre war etwa die Müllabfuhr nicht zentralisiert. Inzwischen ist das besser, aber ich muss jedes Jahr nachsehen, wann welcher Müll abgeholt wird. Denn das ändert sich, je nachdem, was die Gemeinde, in der ich wohne, will. Also: Montagabend weiße (Restmüll) und blaue (Plastik) Sackerln, Donnerstagabend weiße und gelbe (Papier). Wenn ich es abends vergesse, muss ich frühmorgens, im Schlafrock, noch schnell den Müll rausstellen. Neulich geht da ein Herr vorbei, der mir irgendwie bekannt vorkommt, und ich sage automatisch: „Guten Morgen“. Er grüßt freundlich zurück. Erst danach ist mir eingefallen, „da war ja der Herr Juncker!“; der Präsident der Europäischen Kommission, offenbar auf dem Weg zur Arbeit. Manchmal denke ich, dass Belgien wie eine kleine EU ist – mit vielen Sprachen und Traditionen, liebenswert und kompliziert. Ob der Herr Juncker das auch denkt?

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Die EU-Städteagenda – Weg zu einem neuen Governance-Modell?

Die Zeitschrift „Der Bayerische Bürgermeister“ hat mich netterweise eingeladen, über eines meines Lieblingsthemen zu schreiben – die EU-Städteagenda. Hier konnte ich einmal darüber nachdenken, wie ein Europa der Städte zu einer besseren Politik für alle Menschen auf EU-Ebene beitragen kann. Es sind dicke Bretter, die wir da bohren müssen, aber der Weg dahin macht Spaß und verspricht viel. Lesen Sie selbst nach.

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Am 15. Oktober geht es auch um die EU

In den kommenden Wochen werden wir viel darüber hören, dass es „jetzt um Österreich geht“, dass sich alle um die Zukunft der Menschen in Österreich sorgen und bemühen wollen, in unterschiedlichen Nuancen, dass es mehr Chancen für die Wirtschaft, die Jugend, die Frauen – in Österreich! – geben soll. Das stimmt natürlich meistens. Was aber viele dabei (vielleicht willentlich) nicht sagen: Wir wählen am 15. Oktober auch ein 28tel, oder bald 27tel, der EU-Regierung.

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Experiment with potential for renewal

(This article was kindly published on 14 July, 2017, by „A Soul for Europe“.)

One year ago, on 24th June 2016, the European Union drew up an ‘Urban Agenda’ for the first time in its history in order to better adapt its policy development to the realities of life in cities. As laid down in the preamble to the ‘Pact of Amsterdam’, the fact that it has come so far is not only because 70 percent of the EU population already lives in cities today and 73 percent of all jobs are located in urban regions. Cities make a decisive contribution to the goals of the EU 2020 Strategy. This is also stated in the introduction to this political document.

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