Cities Forum in Porto

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Alle zwei Jahre organisiert die Europäische Kommission ein großes Treffen für Städte – das Cities Forum. Heuer fand es Ende Jänner in Porto im Norden von Portugal statt und stand unter dem Motto „Together we shape a sustainable urban future”. Rund 700 Teilnehmer*innen wurden gezählt, die meisten aus Städten in ganz Europa, Vertreter*innen von Politik und Verwaltung, aus der Stadt- und Regionalforschung, aus den EU-Programmen, die es für die Städte und Regionen gibt und viele mehr. Ich war eingeladen, bei zwei Veranstaltungen im Rahmen des Cities Forum 2020 darüber zu sprechen, was auf EU-Ebene für leistbares Wohnen getan werden muss – denn überall in Europa erleben die Menschen eine Wohnungskrise. Meine Arbeit als Koordinatorin der EU-Städtepartnerschaft Wohnen im Rahmen der Städtischen Agenda für die EU ist daher nicht beendet, seit wir im Dezember 2018 unseren Aktionsplan für leistbares Wohnen in der EU vorgelegt haben. Viele Städte, Regionen, Ländern und Organisationen wollen mit mir darüber reden, was getan werden kann. Auch das Cities Forum.

 

Vormittag, 31.1.: UIA/URBACT Workshop „Cities engaging on the right to housing”

Bei einem Workshop, der Auftakt zu einer neuen Initiative „Cities engaging in the right to housing“ war, die gemeinsam von URBACT und dem Programm der Urban Innovative Actions (UIA) ausgerichtet wird, habe ich also über jene Ergebnisse der EU-Städtepartnerschaft Wohnen, die sich auf das “Recht auf Wohnen” beziehen, berichtet, also den gesamten Bereich des Beihilfenrechts und der problematischen Zielgruppendefinition des sozialen Wohnbaus auf EU-Ebene, den Indikator für die Wohnkostenbelastung, den Zusammenhang zur Europäischen Säule sozialer Rechte und zum Europäischen Semester sowie die Empfehlungen zur “good housing policy”.

Nachmittag, 31.1.: Workshop zur “Urban Agenda for the EU: state of play of the actions”

Am Nachmittag ging es weiter. Bei einer ein wenig gewöhnungsbedürftigen „silent disco“ gab ich zunächst einen sehr kurzen Überblick zur Lage des Wohnens in Europa, um dann gezielt auf die Fragen des Beihilfenrechts und die Datenlage einzugehen. Besonderes Interesse gab es zum Themad der Energiearmut und hier insbesondere an der Empfehlung der EU-Städtepartnerschaft Wohnen, dies unter mit geschlechtsspezifischen Ansatz zu betrachten. De Leistbarkeit des Wohnens setzt sich ja  aus den Faktoren Einkommen und Wohnkosten zusammen, und weil Frauen immer noch, ungerechter Weis, EU-weit, im Schnitt 16 Prozent weniger verdienen und nahezu 40 Prozent weniger Renten erhalten, sind sie besonders betroffen. Die EU muss, wenn sie im Rahmen des European Green Deal, am Thema Energiearmut arbeitet, auf jeden Fall die Gender-Brille aufsetzen!

 

Abend, 31.1., Podiumsdiskussion zum Thema Leistbares Wohnen in Europa und Porto

Porto ist eine sehr hügelige Küstenstadt im Norden des Landes – die meisten kennen sie wegen des Portweins, aber auch der schönen Brücken, die den Douro, der dort in den Atlantik mündet, überspannen. Leider ist es auch eine Stadt, in der ein Phänomen auftritt, das den Wohnungsmarkt sehr belastet – die touristischen Kurzzeitvermietungen. Daher hat mich die Architekturfakultät der Universität Porto, zusammen mit dem ArchitektInnenverband Habitar Porto und der Friedrich-Ebert-Stiftung Portugal eingeladen, das Thema „Leistbares Wohnen in Europa“ mit rund 100 Teilnehmer*innen aus Porto zu diskutieren.

https://fes-portugal.org/ciclo-de-conversas-a-cidade-pelas-pessoas-31-de-janeiro-e-10-de-fevereiro-porto/

Wer mehr über das Cities Forum 2020 wissen will, schaut hier:

https://citiesforum2020.topi.com/

 

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