Brauner, Frauenberger: Für ein Europa, das feministisch, vielfältig und sozialdemokratisch ist!

Hinterlasse einen Kommentar

Frauentagsfest im ega mit EU-Schwerpunkt: Frauen müssen an den Schalthebeln der EU sitzen

Wien (OTS/SPW) – Anlässlich des Internationalen Frauentages luden die Wiener SPÖ Frauen gestern Samstag zu einem besonderen Festtag für alle Frauen ins ega im 6. Bezirk, der heuer ganz im Zeichen der Europawahl am 25. Mai 2014 stand. Neben einer EU-Diskussion sorgte ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm von Kabarett über Kunst bis zu Pop- und Elektromusik für beste Unterhaltung, die zahlreiche Gäste bis spät in die Nacht hinein genossen. Moderiert wurde das Fest von Mel Merio.

Die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner betonte in ihren Begrüßungsworten, dass in Wien Frauen überall mitreden, sei dies im Rathaus oder im Frauenzentrum. Bezugnehmend auf die EU-Wahl betonte sie, dass diese Wahl gerade für die Wienerinnen unendlich wichtig sei. Entscheidend sei, wer in der EU das Sagen hat: „Die Männer, die sich für Bankenboni einsetzen oder die sozialdemokratischen Frauen, die sich um die Bedürfnisse der Menschen kümmern!“, so Brauner. Hierbei verwies sie beispielsweise auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa, die bekämpft werden müsse. Zudem gehe es um Fragen, die kein europäisches Land alleine lösen könne, wie Friedens- oder Umweltfragen. Daher stehe fest: „Frauen müssen an den Schalthebeln der EU sitzen!“, betonte Brauner.

Anschließend diskutierten Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, EU-Kandidatin und Leiterin des Wien-Hauses in Brüssel, Michaela Kauer sowie die Austrian Airlines-Betriebsrätin Didem Strebinger die
Wichtigkeit von europäischer Politik für Frauen. Dabei betonte Frauenberger das Motto des heurigen Frauentags im Rathaus: „Stark durch Selbstbestimmung“ lasse sich auch auf die europäische Politik
ummünzen. So basieren viele erfolgreiche Vorhaben auf der Europäische Union: „Die EU ist der Motor um Diskriminierung zu verhindern und die Gleichstellung voranzutreiben!“ So könne durch EU-Vorgaben vieles weiterentwickelt werden. Durch das „Barcelona-Ziel“ werde beispielsweise festgelegt, wie viel Kinderbetreuungseinrichtungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Verfügung stehen sollen.
Diese Vorgaben werden von Wien deutlich übertroffen. Durch EU-Gelder können auch Gewaltschutzeinrichtungen gefördert werden. Bei allen Gleichstellungsfragen gelte jedoch: „Je stärker wir
SozialdemokratInnen sind, desto mehr können wir im Sinne der Frauen umsetzen!“, so Frauenberger.

Auch können sich EU-Beschlüsse direkt auf die Lebensqualität der WienerInnen auswirken: EU-Kandidatin Kauer unterstrich, dass neoliberale Projekte der Konservativen, wie die Privatisierung des
Wassers oder die Zerschlagung von staatseigenen Verkehrsunternehmen durch eine starke Sozialdemokratie erfolgreich verhindert werden konnten. Frauenpolitisch brisant sei, dass „konservative Kräfte unter dem Deckmantel der Krise versuchen, Frauenrechte zu untergraben“. Daher sei es von enormer Bedeutung, die politischen Konstellationen am 25. Mai zu verändern.

Wichtigste Maßnahme auf europäischer Ebene ist für AUA-Betriebsrätin Strebinger die Umsetzung einer gesetzlichen Frauenquote. Denn aus eigener Erfahrung weiß sie, dass „ohne Verpflichtungen keine
qualifizierten Frauen aufsteigen werden“. Auch verdienen Frauen in Europa im Durchschnitt noch immer weniger als Männer, daher seien europaweite Maßnahmen notwendig.

Für Kauer stehe fest, dass es nur mit der Sozialdemokratie viele weibliche Abgeordnete im EU-Parlament geben kann sowie eine eigene EU-Kommissarin für Frauenrechte und Gleichstellung mit Durchgriffsrechten. Nur so können Gleichstellungsziele auf allen Ebenen festgeschrieben werden. „In der Europäischen Union kann nur so viel Gerechtigkeit und Soziales verwirklicht werden, wie wir Frauen am 25. Mai auch hineinwählen! Denn frauengerechten Prioritäten fehlen deshalb, weil wertkonservative Männer dies verhindern! Deshalb müssen wir am 25. Mai ein Europa wählen, das feministisch, vielfältig und sozialdemokratisch ist!“, schloss Frauenberger.

Nach einem Kabarettauftritt von Andrea Händler und Eva Billisich eröffnete Vizebürgermeisterin Renate Brauner eine Vernissage der Künstlerinnen Andrea Becker-Aschauer und Christiane Urban. Weitere
Höhepunkte waren die Musikacts des Abends: Susana Sawoff, Violetta Parisini, Fatima Spar & The Freedom Fries sowie pop:sch sorgten mit geballter Frauenpower für begeisterte ZuhörerInnen bis in die frühen Morgenstunden. (Schluss) nk

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s