Gebhart: Fraueninteressen in Wien, Österreich und europaweit vertreten

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Internationaler Frauentag im Wien-Haus in Brüssel

Brüssel (OTS/RK) – Gestern, Mittwoch, lud das Verbindungsbüro der Stadt Wien bereits im 5. Jahr aus Anlass des internationalen Frauentags zu einer Veranstaltung. Dieses Mal stand die Frage der frauenpolitischen Interessenvertretung in Wien, Österreich und Europa im Mittelpunkt. Marion Gebhart, Leiterin der Frauenabteilung der Stadt Wien, spannte in einem Vortrag den Bogen von den ersten Anfängen der Frauenpolitik vor rund 25 Jahren in Wien bis hin zu dem breiten frauenpolitischen Netzwerk in allen Bereichen der Stadtverwaltung. „In Wien werden Frauenanliegen tatsächlich als Querschnittsmaterie betrieben,“ so Gebhart, „Gleichstellung wird nicht nur von der Frauenabteilung und den Gleichbehandlungsbeauftragten vorangetrieben, sondern in allen Ressorts“. So gebe es in Wien auch eine Frauengesundheitsbeauftragte,
Verantwortliche für Gender-Mainstreaming und Gender-Budgeting, frauenspezifische Angebote im Qualifikationsplan für Wiener ArbeitnehmerInnen, in der Wirtschafts- und Forschungsförderung u.v.m.
„Uns ist bewusst, dass noch viel zu tun ist und wir Fraueninteressen nicht nur in Wien vertreten und fördern müssen, sondern in Österreich und Europa,“ betonte die Leiterin der Frauenabteilung.

FemCities – Europaweite Frauenvernetzung

Die europaweite Vernetzung mit Frauen aus anderen Städten erfolgt seit über 15 Jahren im Rahmen des FemCities-Netzwerks. Hier werden frauenpolitische Herausforderungen für Stadtverwaltungen diskutiert,
kommunale Gleichstellungsfragen analysiert und gemeinsame Projekte entwickelt. „Der Blick über den Tellerrand ist wichtig, denn er öffnet neue Perspektiven und gibt gute Impulse für die eigene Arbeit“, so Gebhart, „er zeigt uns auch, wie wir durch gute Vernetzung auf der europäischen Ebene Fraueninteressen erfolgreich vertreten können.“ Michaela Kauer, Leiterin des Verbindungsbüros, betonte, dass die gute internationale Vernetzung der Wiener Frauenpolitik auch in Brüssel wahrgenommen werde, „Wien ist in vielen
Fragen Vorbild, aber ganz sicher auch in der Gleichstellungspolitik.“

Brauner und Frauenberger zur EU-Frauenpolitik

„In Zukunft wird es auch verstärkt darum gehen, Frauenpolitik auf europäischer Ebene zu verhandeln. Egal ob es um Lohngerechtigkeit, Vereinbarkeit oder reproduktive Rechte geht – wir brauchen europaweit geltende Regelungen, die eine gleichberechtigte Gesellschaft ermöglichen,“ sagte Frauenstadträtin Sandra Frauenberger aus Anlass der Veranstaltung in Brüssel. „Was Frauen brauchen, ist ein Soziales Europa mit einer starken frauen- und gleichstellungspolitischen Agenda,“ betonte Vizebürgermeisterin Renate Brauner, „das Gleichstellungsthema muss in allen EU-Institutionen gelebt werden.“

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